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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl schließt nach Verhandlungen mit Karlmann an der Brenta einen Waffenstillstand bis Mai, woraufhin sich Karlmann nach Bayern zurückzieht, während Karl unverzüglich in Richtung Rom aufbricht.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Reg. 528.

Kommentar

Falls sich Karl zuvor im Raum Verona verschanzt hatte, ließ sich die Brenta über Vicenza in einem bis zwei Tagesmärschen erreichen (ca. 70 km). - Die Hintergründe des überraschenden pactum, in dessen Zusammenhang die Fuldaer Annalen Karl d. Kahlen List und Betrug vorwerfen, sind unklar; vgl. Reg. 528. Vielleicht wurde damals eine Regelung anvisiert, die Karl die Kaiserwürde, Karlmann aber (zu einem späteren Zeitpunkt?) die Herrschaft über das Regnum Italicum in Aussicht stellte. Vgl. in diesem Zusammenhang Calmette, Diplomatie, S. 153f.; Mohr, Reichsidee, S. 151ff, bes. S. 154 m. Anm. 614. Für eine solche Absprache spricht auch, daß Karl nach seiner Kaiserkrönung nicht mehr nach Sukzessionsjahren Ludwigs datiert und auch nie formell zum König des Regnum Italiae proklamiert wurde; vgl. Reg. 496.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 482, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0875-11-00_2_0_1_3_1_4700_482
(Abgerufen am 24.07.2017).