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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karlmann, der im Auftrag seines Vaters (Ludwig von Ostfranken) nach Oberitalien zieht, umgeht auf beschwerlichen Gebirgsmärschen die Verteidigungsstellung Karls am Ausgang der Alpen.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Reg. 528.

Kommentar

Wo Karl sich verschanzt hatte (Ann. Fuld.: clusis Alpium se defendere nititur), ob an den Klausen im Etschtal nördlich Veronas (sog. Veroneser Klause oder Klause von Volargne ca. 20 km nördlich von Verona oberhalb von Bussolengo; vgl. Störmer, Veroneser Klause, S. 125f.) oder ob er eine Stellung am Ausgang des Valsugana am Oberlauf der Brenta besetzt hatte, ist unklar; vgl. Oehlmann, Alpenpässe II, S. 221, 247; Dümmler II2, S. 389f.; Riezler, Geschichte Baierns I/1, S. 395f. Fest steht, daß Karlmann schließlich im Tal der Brenta die Ebene erreichte. Möglicherweise hat er die Klausen bei Verona weiträumig in östlicher Richtung über die am Gardasee entlangführende Parallelstraße umgangen und ist so ins Valsugana gelangt (diesen Weg hat 1004 auch Heinrich II. genommen, um die Stellungen Arduins zu umgehen; vgl. Störmer, a.a.O., S. 121). Vgl. Reg. 528 u. das folgende Reg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 481, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0875-11-00_1_0_1_3_1_4699_481
(Abgerufen am 18.01.2017).