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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Karl (der spätere Karl III.) wird von seinem Vater Ludwig von Ostfranken nach Italien geschickt, um Karl d. Kahlen aufzuhalten (ut fratri suo adversaretur: Ann. Bertin.).

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 875, ed. Grat, S. 198; Andreas v. Bergamo c. 19, ed. Waitz, S. 229f. - Reg.: M2 1512b.

Kommentar

Daß Karl (III.) in die Gegend von Mailand (in finibus Mediolanensis) vorrückte, erfahren wir nur von Andreas von Bergamo. Ob er dabei über den Brenner gezogen ist (so Oehlmann, Alpenpässe II, S. 221) oder über den Lukmanier bzw. den Septimer (zu dieser Route vgl. Schrod, Reichsstrassen, S. 11-14), ist unklar. Karl, den die Italiener nach dem Zeugnis des Andreas von Bergamo zur Unterscheidung (propter distantiam) Karoleto nannten, sollte Karl d. Kahlen wohl nur so lange binden, bis Karlmann mit stärkeren Kräften nachrücken würde. - Zu den sich anschließenden Kämpfen zwischen Karl d. Kahlen und Karl (III.) vgl. Reg. 480; s. auch noch Regg. 528 u. 587. - Vgl. Dümmler II2, S. 388f.; Hartmann III/2, S. 13; Hlawitschka, Franken, S. 68.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 476, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0875-09-00_3_0_1_3_1_4694_476
(Abgerufen am 27.03.2017).