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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Treffen der italischen Großen. In Gegenwart der (Witwe Ludwigs II.) Angilberga (Angelberga suorum regina) beraten die italischen Großen (maiores nati) über die Nachfolgefrage, ohne zu einer Einigung zu gelangen. Schließlich werden von den beiden Parteien Gesandtschaften sowohl an Karl d. Kahlen als auch an Ludwig von Ostfranken geschickt (pravum agentes consilium, quatenus ad duo mandarent regi, idest Karoli in Frantia et Hlodovici in Baioaria, sicut et fecerunt).

Überlieferung/Literatur

Andreas v. Bergamo c. 19, ed. Waitz, S. 229. Vgl. Libellus de imp. potest., ed. Zucchetti, S. 205. - Vgl. M2 1512a.

Kommentar

Wahrscheinlich ist die Gesandtschaft der Angilberga an Karlmann, den Sohn Ludwigs von Ostfranken, von der der Libellus berichtet, mit jener von Andreas von Bergamo genannten identisch, die die von Angilberga angeführte Partei an Ludwig von Ostfranken selbst geschickt haben soll. Andreas vermerkt überdies wohl zu Recht, daß die beiden verfeindeten Halbbrüder sofort nach dem Tod Ludwigs II. unabhängig voneinander sich anschickten, dessen Erbe anzutreten, ohne die Entscheidung der italischen Großen abzuwarten; vgl. Regg. 475-476 u. 528. - Von der unsicheren Lage Mitte September zeugt auch die Datierung einer am 11. September in der Gegend von Bergamo ausgestellte Charta, die die 31 post obitum domni Ludovici imperatoris datiert ist ( CD Langob., Nr. 263 Sp. 442f.).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 474, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0875-09-00_1_0_1_3_1_4692_474
(Abgerufen am 22.10.2017).