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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig schenkt dem von ihm gestifteten Kloster Casauria (ad honorem et reverentiam tremende ac individue Trinitatis sacrosanctum templum in insula, que Casa Aurea vocitatur, fundari ... precepimus), wohin er die Gebeine des Hl. Clemens übertragen ließ (ubi et almificum beatissimi pontificis et martyris Clementis corpus venerabiliter recondi fecimus), für den Unterhalt der Mönche und der Fremden (illuc undecumque adventantium perenne subsidium) (bis hier identisch mit M2 1265 = Reg. 394) seinen gesamten Besitz innerhalb und außerhalb Roms, in der ganzen Pentapolis, Tuszien, dem Dukat Spoleto, der Grafschaft Camerino, dem Gebiet von Fermo, Ascoli, Teramo, Penne und Chieti unter der Voraussetzung, daß im Kloster jeden Tag für sein Seelenheil drei Messen und bei allen täglichen und nächtlichen Gebeten, ausgenommen das Vespergebet und die Matutin, der 120. Psalm gesungen wird, bekräftigt neuerdings sein Schutzversprechen (ab hier wieder identisch mit M2 1265) und empfiehlt den Schutz des Klosters für die Zeit nach seinem Tode der Hl. Dreifaltigkeit. - Poena spiritualis wie in M2 1265. - Bullenankündigung. - Giselbertus presb. et not. - M. - a. imp. 25, Ind. 8. - "Cunctis sanum".

Überlieferung/Literatur

Kopien: Paris, Bibl. Nationale, Ms. lat. 5411, Liber instrumentorum mon. Casaur. ("Chronicon Casauriense"), Ende 12. Jh., fol. 94v-95r (C). - Faksimile: Liber Instrumentorum, fol. 94v-95r. - Drucke: D'Achery, Veterum scriptorum spicilegium V1, S. 384-385 = II2, S. 936 (Auszüge); Rondinini, De S. Clemente, S. 128f. (Auszüge); Muratori, Rerum Ital. SS II/2, Sp. 811-812 (Auszüge); D Lu.II.68. - Regg.: B 681; M1 1234 = M2 1269.

Kommentar

Zu Casauria vgl. zuletzt M2 1265 (Reg. 394), mit dem das Formular von M2 1269 weitgehend übereinstimmt. Zur sehr allgemein gehaltenen Güterliste, deren Authentizität angesichts der Überlieferung nicht gesichert ist, s. Brunterc'H, Circonscriptions, bes. S. 210. Die Investitur mit den genannten Gutem war bereits im Dezember 873 erfolgt (Reg. 382), doch kann auch der Wortlaut dieses Breve so nicht authentisch sein; s. auch Zielinski, Gründungsurkunden, S. 74f. - Zur Gebetsformel mit der Nennung des 120. Psalms vgl. Zielinski, a.a.O., S. 75 Anm. 37.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 398, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0874-10-13_3_0_1_3_1_4615_398
(Abgerufen am 24.04.2017).