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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Placitum unter Vorsitz der Kaiserin Angilberga (ubi domna Ingelberga imperatrix preerat) zusammen mit dem Pfalzgrafen Boderad, den Bischöfen Wibodo (Ucbodus) (von Parma) und Paulus von Piacenza, zweier Hofrichter (s.u.), dem vassus domne auguste Radebertus und mehrerer Schöffen, in dem der Streit zwischen dem Subdiakon der Kirche von Piacenza, Ratcausus, und einem gewissen Maginfredus nebst seiner Gemahlin Gernia über genannte Besitzungen (vgl. Reg. 363) nach Vorlage eines Placitum von 872 Juni (Reg. 352) zugunsten des Maginfredus entschieden wird. - a. imp. 25, Ind. 7. - Ioannes not. domni imp. - Unterschriften des Pfalzgrafen Boderad, der beiden Bischöfe, der Hofrichter Teutulfus und Simpertus sowie mehrerer Beisitzer.

Überlieferung/Literatur

Placitum, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. 77 S. 277-283; ed. Falconi, Le carte di S. Antonino di Piacenza, Nr. 25 S. 57-62. - Reg.: Hübner, Nr. 782.

Kommentar

Der Subdiakon Ratcausus war Hofkapellan, wie aus Reg. 363 hervorgeht. Damals hatte er der Kaiserin versprochen, ihr den umstrittenen Besitz später zu verkaufen. Daß er nun seine Ansprüche in einem in Gegenwart der Kaiserin abgehaltenen Placitum nicht durchsetzen konnte, ist ein Indiz für den damals schon schwindenden Einfluß der Kaiserin. - Der als Schreiber fungierende Hofrichter Johannes und seine beiden Berufsgenossen Teutulfus und Simpertus sind schon in Reg. 352 bezeugt.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 392, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0874-07-00_1_0_1_3_1_4609_392
(Abgerufen am 23.05.2017).