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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Die Kaiserin Angilberga kehrt nach Norditalien zurück, läßt aber ihre Tochter (Irmingard) in Capua zurück. Die Neffen des Bischofs Landulf von Capua, Lando und Landonulf, die Angilberga als Geiseln mit sich führt, bleiben in Ravenna im Exil zurück (Ravennam exilio reliquit).

Überlieferung/Literatur

Erchempert c. 36, ed. Waitz, S. 248 (danach Chron. Salern. c. 119, ed. Westerbergh, S. 133). - Reg.: M2 1263a.

Kommentar

Da die Kaiserin beim Treffen von Verona zugegen war (Reg. 391), muß sie spätestens Mai, wahrscheinlich aber schon etwas früher, Capua verlassen haben. Wie wir bei Erchempert noch erfahren, blieb Irmingard bis kurz vor dem Tod des Kaisers in Capua. Die Geiseln, darunter auch die Söhne Waifers von Salerno, von denen schon Reg. 357 die Rede war, kamen erst nach dem Tod Ludwigs frei. - Süditalien wird in der Folgezeit wieder von den Sarazenen schwer heimgesucht; vgl. Erchempert cc. 38-39, ed. Waitz, S. 249f. Ihre Beutezüge haben bald sogar Rom selbst bedroht; s. die Briefe Johanns VIII., Epp. VII, Nr. 49, 53 u. 57, S. 303ff. - Vgl. Dümmler III2, S. 23f.; Gay, L'Italie méridionale, S. 108; Hartmann III/1, S. 297; Schipa, Salerno, S. 131; Odegaard, Angelberge, S. 80f; Eickhoff, Seekrieg, S. 219f.; Hees, S. 96f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 390, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0874-05-00_1_0_1_3_1_4607_390
(Abgerufen am 24.05.2017).