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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Placitum des Grafen Heribald in Vertretung des Pfalzgrafen (Heribald comes in vice comitis palatii) im Auftrag des Kaisers unter Mitwirkung dreier Vasallen des Kaisers (Rainaldo, Erifredo und Caciprando) und mehrerer Iudices, in dem der Streit zwischen Maio de Piscaria als Vertreter des Kaisers (advocatus domni imperatoris) und dem Sisenandus ex genere Francorum um das Vermögen einer gewissen Gundi, die Sisenand geheiratet hat, obwohl sie zuvor den Schleier genommen hatte, zugunsten des Fiskus entschieden wird. - a. imp. 24, Ind. 7. - Handzeichen des Heribald.

Überlieferung/Literatur

Placitum, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. 76 S. 274-277. - Reg.: Hübner, Nr. 779. Vgl. M2 1261c.

Kommentar

Vgl. schon Regg. 378-380, dort auch zum Titel Heribalds, der diesmal ausdrücklich in Vertretung des abwesenden Pfalzgrafen (Boderad) tätig wird. - Da das Kloster bereits am 6. Dezember mit Besitzungen der Gundi investiert wird (Reg. 383), müssen beide Gerichtstermine Anfang Dezember kurz hintereinander stattgefunden haben. In D Lu.II. M2 1263 von 874 April 29 (Reg. 389) hat Ludwig die Besitzungen der Gundi dem Kloster ausdrücklich übertragen; vgl. auch Reg. 383. Erwähnt wird unser Stück auch in einem Placitum von 877 August, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. 82 S. 296-301, bes. S. 298 Z. 19ff. - Vgl. auch Taurino, Missi domini regis, S. 93f. - Zu Sisenand vgl. noch Hlawitschka, Franken, S. 272 Anm. 8. Vgl. Regg. 338, 411 u. 549A.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 381, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0873-12-00_1_0_1_3_1_4598_381
(Abgerufen am 20.01.2017).