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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig passiert Neapel (per Neapolim Sessulanam adiit urbem).

Überlieferung/Literatur

Chron. s. Bened. Casin. c. 4, ed. Waitz, S. 471 (danach Chron. Casin. I, 36, ed. Hoffmann, S. 99f.). Nach Johannes diac., Gesta epp. Neap. c. 64, ed. Waitz, S. 434f., hätte Ludwig Neapel selbst nicht betreten: Solummodo Neapolitanam non est ingressus civitatem, quia tantam iste domnus Athanasius familiaritatem apud eum (scil. Ludwig II.) obtinuit, ut saltem in modico non amaricaretur ab eius potestate. - Reg.: M2 1235d.

Kommentar

Von einer förmlichen Unterwerfung wie im Falle Salernos scheint Ludwig in Neapel abgesehen zu haben. Wahrscheinlich hat ihm die Stadt unter dem Dux Gregor III damals Durchzugsrecht gewährt. Schon in Pozzuoli hatte der Kaiser neapolitanischen Boden betreten. Wenn er von dort nach Sessula weiterzog (Reg. 264), kam er dicht an Neapel vorbei. - Zu Bischof Athanasius I. von Neapel (849-872), einem Sohn des Dux Sergius I. von Neapel, der an der Spitze der frankophilen Partei in Neapel stand, vgl. Bertolini, in: Dizion. biogr. degli italiani 4, S. 508-510; Wattenbach/Levison/Löwe, S. 440-42; s. noch Regg. 309, 322, 344, 353-354.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 263, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0866-00-00_3_0_1_3_1_4479_263
(Abgerufen am 24.03.2017).