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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig, der über das Vorgehen des Papstes gegen Erzbischof Johannes (X.) von Ravenna ungehalten ist (Reg. 201), bringt die kaiserlichen Herrschaftsrechte in der Pentapolis und in der Campania (in Campaniae partibus) zum Nachteil der päpstlichen Verwaltung zur Geltung, indem er seine Getreuen dort belehnt (beneficiales ordines suis distribuit).

Überlieferung/Literatur

Libellus de imp. potest., ed. Zucchetti, S. 201f.

Kommentar

Die ungefähre zeitliche Einordnung der Maßnahmen Ludwigs ergibt sich durch den Zusammenhang mit dem Streit zwischen Erz- bischof Johannes X. von Ravenna und Papst Nikolaus I.; vgl. das vorhergehende Reg. - Wenn auch die Schilderung des anonymen Apologeten der Kaiserrechte im einzelnen übertrieben sein mag und sein Bericht zudem darunter leidet, daß er verschiedene Ereignisse zusammenwirft, so dürfte doch der Kern der Nachricht, nämlich der Versuch des Kaisers, seine kaiserlichen Oberherrschaftsrechte im Patrimonium B. Petri durchzusetzen, zutreffend sein; vgl. im größeren Zusammenhang Hartmann, Grundherrschaft, bes. S. 152. Vgl. noch Lapôtre, Jean VIII, S. 218 Anm. 4; Hirschfeld, Gerichtswesen, S. 428; Buzzi, Ricerche, S. 119; Zucchetti, a.a.O., S. 203 Anm. 1.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 202, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0861-03-00_2_0_1_3_1_4418_202
(Abgerufen am 26.05.2017).