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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Wikinger (Dani), die sich in der Rhonemündung festgesetzt haben, gelangen nach Italien und verwüsten Pisa und andere Städte.

Überlieferung/Literatur

Ann. Bertin. a. 860, ed. Grat, S. 83 (= Chron. de gestis Normann. in Francia a. 860, ed. Pertz, S. 533). Vgl. Holder-Egger, S. 302. - Reg.: M2 1216r.

Kommentar

Die Wikinger scheinen, wie es ihrer erprobten Taktik entsprach, das Arnotal bis Pisa hinaufgefahren zu sein. Ob damals auch Fiesole verwüstet wurde, wie die Vita s. Donati, Acta SS Oct. 9, Sp. 656 Vita s. Donati episcopi Faesulani - allerdings zu einem viel früheren Zeitpunkt - zu berichten weiß, ist strittig; vgl. Hofmeister, Normannenzug, S. 91f., 98; D'Haenens, Vichinghi, bes. S. 220f. - Vollends ins Reich der Legende ist die angebliche Zerstörung Lunis durch die Wikinger, von der Dudo v. St. Quentin 1, 5-7, ed. Lair, S. 132-136, erzählt, zu setzen; vgl. D'Haenens, a.a.O., S. 221f. (überholt Vogel, Normannen, S. 171-178). - Auf ihrem Rückweg über das Mittelmeer erlitten die Wikinger durch eine sarazenische Flotte schwere Verluste (vgl. Eickhoff, Seekrieg, S. 200), was wohl mit dazu beigetragen hat, daß sie Italien nicht mehr heimgesucht haben. - Vgl. Vogel, Seeschiffahrt, S. 203; Hartmann III/1, S. 249; Conti, Luni, S. 176f.; Conti, Vescovi di Luni, S. 28; D'Haenens, Incursion.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 193, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0860-00-00_1_0_1_3_1_4409_193
(Abgerufen am 21.07.2017).