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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Die missi Ludwigs, Bischof Noting (von Brescia) und Graf Eberhard (von Friaul), treffen mit Ludwig von Ostfranken zusammen.

Überlieferung/Literatur

Ann. Fuld. a. 858, ed. Kurze, S. 48. - Reg.: M2 1214b.

Kommentar

Ludwig von Ostfranken, der am 2. Februar noch in Regensburg bezeugt ist ( D LD.88), muß sich anschließend zunächst nach Forchheim begeben haben, wo ein vom Fuldaer Annalisten erwähntes colloquium stattfand ( M2 1430a). Da er schon am 18. März in Frankfurt bezeugt ist (D 89), muß die Gesandtschaft Ludwigs ihn etwa Ende Februar in Ulm angetroffen haben. Über die dort behandelten Themen ist keine Klarheit zu gewinnen. Schmid, Königtum, Adel u. Klöster, S. 276f., vermutet, daß der in Italien gelegene Besitz des Klosters Rheinau, das in Ulm an Ludwig von Ostfranken fiel ( M2 1430c), Gegenstand der Verhandlungen war. Zum Erwerb von Reliquien für das Kloster durch die Vermittlung Ludwigs von Ostfranken und Ludwigs II. vgl. Löwe, Findan v. Rheinau, S. 74. - Zu Markgraf Eberhard von Friaul, dem Schwager Ludwigs von Ostfranken, einem engen Vertrauten Kaiser Ludwigs, vgl. zuletzt Regg. 143 u. 149. - Noting von Brescia (vgl. Reg. 106) scheint auf einer seiner Gesandtschaftsreisen (vgl. Reg. 129) einen kostbaren Psalter vom Erzkapellan Ludwigs von Ostfranken, Grimald, erworben zu haben; vgl. Weidmann, St. Gallen, S. 397; Wattenbach/Levison/Löwe, S. 395 Anm. 34. - Zu Grimald s. Fleckenstein I, S. 170ff. u.ö.; Bischoff, Privatbibliothek, bes. S. 190 Anm. 20. - Vgl. noch Dümmler I2, S. 419; Parisot, Lorraine, S. 121; Hartmann III/1, S. 242.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 167, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0858-02-00_1_0_1_3_1_4382_167
(Abgerufen am 21.07.2017).