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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig bestätigt seiner Schwester Gisela (Gisola dilectissima soror nostra) auf deren Bitte die Verfügung ihres gemeinsamen Vaters (Lothar I.), der Amalberga als Äbtissin im Kloster S. Salvatore in Brescia (monasterium Novum in honore Domini et Salvatoris nostri constructum) eingesetzt und dem Kloster urkundlich (nicht näher genannte) Besitzungen übertragen hatte ( D Lo.I.35), und genehmigt vorbehaltlich seiner Zustimmung (nostro preveniente consensu et suffragante voluntate) die freie Wahl der Äbtissin. - Gebetswunsch pro nobis nostrisque fidelibus. - Plato not. ad vicem Dructemiri. - M. SR. SI. - a. Lu. aug. in It. 7, Ind. 4. - "Si petitionibus".

Überlieferung/Literatur

Or. Brescia, Bibl. Queriniana, Codice diplom. Bresciano sec. IX, n. 58 (= perg. Quirin. n. XXXIII) (A). - Drucke: Margarini, Bullarium Casinense II, Nr. 35 S. 29; Odorici, Storie Bresciane IV, CD Bresciano, Nr. 32 S. 46-47; CD Langob., Nr. 195 Sp. 326-327; D Lu.II.22. Ital. Übers. Baitelli, Annali1, S. 33 = Annali2, S. 53. - Regg.: B 642; M1 1174 = M2 1208.

Kommentar

M2 1208 wurde wie das am selben Tag ausgestellte M2 1207 (Reg. 152) von Plato eigenhändig rekognosziert, während der Kontext von derselben Hand stammt, auf deren Konto bereits M2 1206 (Reg. 151, gleichfalls für S. Salvatore) ging. Eine dritte Hand, dieselbe wie in M2 1207 (also wahrscheinlich Werimbold), hat Signum-Zeile und Datierung eingetragen. Auch das relativ gut erhaltene Siegel ist in beiden Urkunden identisch. - In der VU ( D Lo.I.35), der Ludwig vielleicht gerade damals seine Signumzeile angefügt hat (Reg. 152A), werden die hier nur summarisch genannten Besitzungen im einzelnen aufgezählt; Lothar hatte auch schon die freie Wahl der Äbtissin genehmigt. Auffällig ist, daß diesmal neben der Äbtissin ausdrücklich ein "Prior" (Priorin) genannt wird, dem (der) eine Art Oberaufsicht zugesprochen wird (iuxta constitutionem prioris regulariter eas gubernet); mit prior ist offensichtlich die jeweilige Leiterin aus der Familie des Kaisers, 856 eben Gisela, gemeint; vgl. Becher, San Salvatore, S. 309. - Vgl. überdies M2 1206-1207 (Regg. 151-152).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 153, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0856-05-19_3_0_1_3_1_4367_153
(Abgerufen am 27.03.2017).