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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig bestätigt seiner Schwester Gisela (Gisola dilectissima soror nostra) auf deren Bitte das ihr von ihrem gemeinsamen Vater Kaiser Lothar (I.) auf Lebenszeit verliehene Kloster S. Salvatore in Brescia (monasterium quod dicitur Novum, in honore Domini et Salvatoris nostri fundatum) ( D Lo.I.115 = Reg. 79). - Gebetswunsch pro nobis. - Plato not. ad vicem Dructemiri. - M. SR. SI. - a. Lu. aug. in It. 7, Ind. 4. - "Dignum est".

Überlieferung/Literatur

Beschädigtes Or. Brescia, Bibl. Queriniana, Codice diplom. Bresciano sec. IX, n. 59 (= perg. Quirin. n. XXXIV) (A). - Faksimile: Arch. paleogr. ital. IX, Taf. 114 (mit Reg.). - Drucke: Margarini, Bullarium Casinense II, Nr. 34 S. 28; Odorici, Storie Bresciane IV, CD Bresciano, Nr. 30 S. 43-44; CD Langob., Nr. 194 Sp. 325-326; D Lu.II.21. - Ital. Übers. Baitelli, Annali1, S. 33 (zu 862) = Annali2, S. 53. - Regg.: B 641; Fainelli, CD Veronese I, Nr. 202 S. 306-307; M1 1173 = M2 1207.

Kommentar

Der hier erstmals begegnende Notar Plato, der bis auf die Signum-Zeile und die Datierungsformel M2 1207 geschrieben hat, hat zwischen 856 und 858 an der Herstellung von vier weiteren Urkunden mitgewirkt ( M2 1208, 1211, 1215 u. 1216 = Regg. 153, 158, 168 u. 171). Bald darauf muß er Bischof von Pisa geworden sein; vgl. M2 1250 (Reg. 339); Picotti, Vescovi pisani, bes. S. 214f. - Die Signum-Zeile und die Datierung könnten von Werimbold stammen, dem 856/57 wohl in Vertretung des Dructemir die Leitung des Urkundengeschäfts oblag und der schon die fünf Tage vorher für S. Salvatore ausgestellte Urkunde (Reg. 151) eigenhändig rekognosziert hatte. - VU ist D Lo.I.115 (Reg. 79), ein gemeinsam von Lothar I. und Ludwig für Gisela ausgestelltes Diplom, dessen Bestätigung nach dem Tod Lothars I. Ende September 855 (vgl. Reg. 139) angebracht schien. Die genannte VU erlaubt auch die Ergänzung der Lücken in dem durch einzelne Ausrisse in der oberen Hälfte beschädigten Stück. - Das Wachssiegel ist relativ gut erhalten, was die Abb. im Arch. paleogr. ital., a.a.O., nicht erkennen läßt (dort zudem die falsche Umschrift); zum Typ vgl. schon M2 1182 (Reg. 77). - Zum Kloster S. Salvatore vgl. bereits M2 1206 (Reg. 151). Zu Gisela, die nicht die Äbtissin, sondern die Leiterin des Klosters war, vgl. neben Becher, San Salvatore, bes. S. 308f., auch noch Voigt, Klosterpolitik, S. 189ff., sowie M2 1219 (Reg. 197). Ludwig hat am 19. Mai noch ein weiteres Mal für Gisela geurkundet; vgl. Reg. 153.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 152, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0856-05-19_1_0_1_3_1_4365_152
(Abgerufen am 29.04.2017).