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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Papst Benedikt (III.) wird in Gegenwart der Missi Ludwigs, der Grafen Adalbert (I. von Tuszien?) und Bernard (von Verona), die zuvor vergeblicht versucht haben, dem Kandidaten der kaiserlichen Partei, Anastasius (Bibliothecarius), zur Papstwürde zu verhelfen, geweiht.

Überlieferung/Literatur

Vita Benedicti III., ed. Duchesne II, S. 144 (XX); die Namen der Missi ebd. S. 141 (VIII). - Reg.: J-E S. 339. Vgl. M2 1203a; Conc. III, Nr. 35 S. 372.

Kommentar

Über die tumultuarischen Vorgänge in Rom, die der Weihe Benedikts III. vorausgingen und über die uns seine Vita ausführlich unterrichtet, vgl. neben der Reg. 135 genannten Literatur bes. Zimmermann, Papstabsetzungen, S. 42-45; s. noch Delogu, Strutture, S. 157f. Der Versuch der kaiserlichen Partei und der unglücklich agierenden Missi, ihren Kandidaten Anastasius Bibliothecarius durchzusetzen, ist damals am Widerstand der Römer gescheitert. Zu den Vereinbarungen, die der Weihe Benedikts III. vorausgingen, gehörte aber offensichtlich, daß Anastasius wieder zur Laienkommunion zugelassen wurde; vgl. Ann. Bertin. a. 868, ed. Grat, S. 148 (= J-E 2912). Wahrscheinlich fand aus diesem Anlaß eine Synode statt, die Anastasius zunächst formell absetzte, ihn dann aber zur Laienkommunion zuließ; vgl. Conc. III, Nr. 35 S. 372. - Drabek, Verträge, S. 49, vermutet, daß Ludwig damals auch das Kaiserpactum mit der Römischen Kirche erneuert hat. - Zu den genannten Grafen vgl. Hlawitschka, Franken, S. 148f.; s. schon Regg. 26, 46 u. 129 (Kommentare).

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 140, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-09-29_2_0_1_3_1_4353_140
(Abgerufen am 25.03.2017).