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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Placitum in Gegenwart Ludwigs (ubi domnus Hludovuicus imperator preerat), in dem der Streit des Bischofs Jonas von Modena und seines advocatus, des Klerikers Urso, wider Abt Liuttefrid (Liutfrid) von Nonantola und dessen advocatus Paulus um die Curtis Canetulo nach Vorlage mehrerer Präzepte und Judikate zugunsten Nonantolas entschieden wird. - Audepertus not. domni imp. - a. imp. 6, Ind. 3.

Überlieferung/Literatur

Verlorenes Placitum, als Regest inseriert in ein Placitum von 898 Juli, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. 106 S. 385-396, bes. S. 394 Z. 12 - S. 395 Z. 5. - Reg.: Manaresi, a.a.O., Placiti perduti, Nr. 13 S. 594.

Kommentar

Das von Mühlbacher und Lechner übersehene Placitum schließt eine Lücke im Itinerar Ludwigs, der zuletzt im Februar in Mantua, Ende Mai/Anfang Juni nach einem kurzfristig anberaumten Zug aber bereits in Rom war (Reg. 131). Wie der Ausstellort Savignano (in curte Saviniano), Prov. Modena, nahelegt, ist Ludwig über die Via Emilia bis in die Höhe von Modena/Bologna gezogen, um von hier die Apenninen entweder über den La Futa-Paß oder über den Porretta-Paß zu überqueren. Zum Ausstellort vgl. auch Schrod, Reichsstrassen, S. 99f. - Zu Abt Liutfrid von Nonantola (851-855) und dem langen Streit zwischen Nonantola und Modena um Canetulo vgl. Sandmann, Herrscherverzeichnisse, S. 315f.; s. schon Reg. 113. Zu Bischof Jonas von Modena (bezeugt 840-856) vgl. Vicini, Regesto di Modena I, Nr. 13-18.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 130, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0855-04-00_1_0_1_3_1_4342_130
(Abgerufen am 26.03.2017).