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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Zusammenkunft mehrerer oberitalischer Bischöfe (in Gegenwart Ludwigs?).

Überlieferung/Literatur

Zu erschließen aus einer umfangreichen Klerikerliste des Verbrüderungsbuchs von S. Salvatore in Brescia: Cod. necr. lit. Bresc., ed. Valentini, S. 33-35 (fol. 21r-v); vgl. ebd., S. 204f.; Becher, San Salvatore, S. 329ff., bes. S. 332.

Kommentar

An der Spitze der Liste stehen der Erzbischof Angilbert II. von Mailand und die Bischöfe Noting von Brescia, Dodo von Novara, Agino (Hagano) von Bergamo, Benedikt von Cremona und Amalrich von Como. Die Amtszeiten dieser Bischöfe in Verbindung mit dem mutmaßlichen Anlagezeitpunkt des Memorialbuchs lassen den Schluß zu, daß die Bischöfe etwa Mitte der 50er Jahre in Brescia anwesend waren und dort ihre gemeinsame Aufnahme in das Memorialbuch erwirkt haben. Aus D Lu.II. M2 1198 (Reg. 123) wissen wir aber, daß Bischof Dodo von Novara im Juni 854 in Brescia von Ludwig eine Bestätigung der Rechte seiner Kirche erhalten hat. Es liegt daher der Gedanke nahe, daß sich die Bischöfe eben damals in Brescia zusammen mit dem Kaiser, dessen Familie und Umgebung ebenfalls Aufnahme ins Memorialbuch fanden, getroffen haben. Becher, a.a.O., S. 332f., vermutet sogar, daß die Zusammenkunft der Anlaß für die Entstehung des ersten Teils des Verbrüderungsbuchs war. - Vgl. Ebner, Gebetsverbrüderungen, S. 55 m. Anm. 5. - Zu den genannten Bischöfen s. Regg. 20, 26, 48, 75, 101, 106 u.ö.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 124, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0854-06-00_1_0_1_3_1_4336_124
(Abgerufen am 05.12.2016).