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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Lothar (I.) und Ludwig bestätigen ihrer Tochter und Schwester Gisela nach dem Tode der Kaiserin Irmingard (20. März 851) den lebenslänglichen Nießbrauch und die Leitung des Klosters S. Salvatore in Brescia und bekräftigen die Bestimmungen über den Unterhalt der Nonnen (Reg. 78). - Hrodmundus not. ad vicem Hilduini. (NN: Remigius magister fieri iussit). - M. SR. NN. SI. - "Dignum est".

Überlieferung/Literatur

Or. Brescia, Bibl. Queriniana, Codice diplom. Bresciano, sec. IX (A). - Druck: D Lo.I.115. - Vgl. M2 1147.

Kommentar

Das von dem Kanzlisten Lothars I. Rodmund geschriebene Stück läßt in den tironischen Noten die Mitwirkung des mittlerweile in der Kanzlei Ludwigs tätigen Remigius (vgl. Reg. 75) erkennen, der vielleicht von Italien aus entsprechende Instruktionen erteilt (so Schieffer, Vorbemerkung) oder sogar selbst damals - sicherlich im Auftrag seines Herrn - Lothar I. aufgesucht hat. Mit Sicherheit hat sich Anfang September am Hof Lothars in Gondrevüle ein Missus des Cremoneser Bischofs Benedikt aufgehalten; vgl. Reg. 80. - Ludwig muß nach der Rückkehr der mit der Mitnahme des D 115 nach Brescia beauftragten Missi (vielleicht die Boten des Cremoneser Bischofs) das Diplom durch die eigenhändige Anbringung des Vollziehungsstrichs in seinem Monogramm anerkannt haben. Bei dieser Gelegenheit könnte er auch eine ältere Urkunde seines Vaters für S. Salvatore (D 101 = Reg. 51) durch Hinzufügung seiner Signum-Zeile bestätigt haben; vgl. Reg. 83. - Die enge Verbindung des schon aus Reg. 75 bekannten Bischofs Benedikt von Cremona zu S. Salvatore in Brescia findet auch in der Aufnahme des Bischofs in das dortige Verbrüderungsbuch ihren Niederschlag (ed. Valentini, S. 33, fol. 20r). - Zum Inhalt des D Lo.I.115 vgl. Voigt, Klosterpolitik, S. 190f.; Becher, S. Salvatore, S. 308; s. schon Reg. 78.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 79, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0851-09-08_2_0_1_3_1_4290_79
(Abgerufen am 16.12.2017).