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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig setzt seine Signumzeile (Signum [M] Hludouuici gloriosissimi augusti) unter ein Diplom seines Vaters, in dem dieser das Kloster S. Salvatore in Brescia seiner Gemahlin Irmingard und seiner Tochter Gisela zu Nießbrauch übertragen hatte (D 101 von 848 März 16).

Überlieferung/Literatur

D Lo.I.101 (Reg. 51).

Kommentar

Die frühestens nach der Kaiserkrönung Ludwigs vorgenommene Bestätigung könnte mit der gemeinsamen Ausstellung des D Lo.I.115 (851 September 8) durch Lothar und Ludwig in Zusammenhang stehen (Reg. 79), was schon Schieffer, Vorbemerkung, vermutet hat. Da D 115 am Hof Lothars in Gondreville mundiert wurde (Reg. 79), kann Ludwig frühestens Ende 851 seinen eigenhändigen Vollziehungsstrich dort angebracht haben. Bei dieser Gelegenheit - vielleicht anläßlich eines Besuches bei seiner Schwester in Brescia - könnte ihm auch das im Original überlieferte D 101 vorgelegt worden sein, in dem sich seine Signum-Zeile deutlich durch die hellere Tinte und den anderen Duktus von der Umgebung abhebt. - Zu einem vergleichbaren Fall ( D Lo.I.35) s. Reg. 152A. - Vgl. auch Bresslau, Urkundenlehre II3, S. 284 Anm. 2.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 83, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0851-00-00_2_0_1_3_1_4294_83
(Abgerufen am 29.04.2017).