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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig geht eine Verbindung mit (der aus dem oberitalischen fränkischen Adel stammenden) Angilberga ein.

Überlieferung/Literatur

Indirekt erschließbar aus der 860 ausgestellten, aber später auf 851 rückdatierten Dos-Urkunde Ludwigs für Angilberga ( D Lu.II. M2 1183 = Reg. 191).

Kommentar

Vgl. Regg. 117 u. 191. - Terminus-post dieser Verbindung Ludwigs mit Angilberga, die um 860 durch die Dotierung der "Braut" anscheinend formlos in eine Vollehe überging ( Konecny, bes. S. 119f.), dürfte die Kaiserkrönung Ludwigs April 850 sein. Der dadurch sich ergebende Zeitraum läßt sich noch weiter eingrenzen, wenn man berücksichtigt, daß bereits 861 eine Tochter Ludwigs und Angilbergas, Gisela, Leiterin des Klosters S. Salvatore in Brescia wird (Reg. 198), eine Verbindung erst 855/56 damit ganz unwahrscheinlich ist. Nimmt man das fiktive Datum der Dos-Urkunde hinzu, das ja kaum völlig aus der Luft gegriffen sein dürfte, so läßt sich der Zeitraum etwa auf 851 bis 854 eingrenzen. Eine Einreihung zu Ende 853 legt auch die in Reg. 117 verwertete Nachricht der Ann. Bertin. nahe, die von Spannungen zwischen Ludwig und dem griechischen Hof wegen der Heiratsfrage berichten. - Vgl. die zahlreiche Literatur über Angilberga bei Zielinski, Regesta Karolorum, S. 299 Anm. 79. Zu ihrer Herkunft vgl. bes. Hlawitschka, Franken, S. 299-309, bes. S. 306f. Speziell zum Zeitpunkt der "Hochzeit" s. Pochettino, Angelberga, S. 49f.; Romano/Solmi, S. 596; Odegaard, Engelberge, S. 77; Hees, S. 23; Konecny, S. 119f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 120, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0851-00-00_1_0_1_3_1_4332_120
(Abgerufen am 29.05.2017).