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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Lothar und Ludwig erneuern das Pactum (pacti serie statutum et confirmatum est quod ...) mit der Römischen Kirche, in dem (auch) die Wahl und die Weihe des Papstes geregelt worden war.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einem auszugsweise überlieferten Brief Papst Leos (IV.), Epp. V, S. 604 Nr. 34 (zu 850-854). - Reg.: J-E 2652; Ewald, Papstbriefe, S. 389 Nr. 34.

Kommentar

Die Erneuerung des Pactum, die nur aus diesem in jüngeren kanonistischen Sammlungen (Ivo von Chartres, Gratian) in stark gekürzter Form überlieferten Schreiben Leos IV. bekannt ist, wird zumeist mit der Kaiserkrönung Ludwigs in Zusammenhang gebracht, da die Erhebung Leos IV. 847 ohne Beachtung der Bestimmungen der Constitutio Romana von 824 erfolgt war und insofern Veranlassung bestand, die dort enthaltenen Papstwahlbestimmungen abermals zu bekräftigen. Wahrscheinlich wurde anläßlich der Kaiserkrönung Ludwigs dem Papst von Lothar und Ludwig gemeinsam ein umfassendes Kaiserprivileg (in Form eines Doppelpactum) ausgestellt, eine weitere Vorstufe des späteren Ottonianum; vgl. M2 1130a; Stengel, Entwicklung2, S. 220, 224, 243ff.; Drabek, Verträge, S. 49. Vgl. aber die Bedenken bei Hees, S. 85. - Vgl. noch Ficker, Forschungen II, S. 353ff., bes. S. 355f. Anm. 3; Dümmler I2, S. 306; Heimbucher, Papstwahlen, S. 162-164; Hampe, Berufung Ottos d. Gr., S. 159f.; Haller, Papsttum II, S. 51, 378, 395f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 69, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0850-04-00_3_0_1_3_1_4280_69
(Abgerufen am 20.01.2017).