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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Synode: Erzbischof Angilbert (II. von Mailand), Patriarch Andreas (von Aquileia) und der Erzkapellan Josef (Bischof von Ivrea) legen als Ergebnis ihrer synodalen Beratungen, zu denen sie Ludwig persönlich durch ein commonitorium (Reg. 64) aufgefordert hat (replicavimus ... piam exhortationem vestram, qua viva voce ad nos usi fuistis), dem König detaillierte Vorschläge zur Festigung von Kirche und Reich vor.

Überlieferung/Literatur

Schreiben der Bischöfe an Ludwig (Rescriptum consultationis sive exortationis episcoporum ad domnum Hludowicum imperatorem), Conc. III, Nr. 21 S. 207-215 (zu 845-850); zuvor Capit. II, Nr. 210 S. 80-83. - Regg.: Werminghoff, Verzeichnis, S. 616f.; M2 1179. - Vgl. De Clercq II, S. 129ff.

Kommentar

Den engen sachlichen Zusammenhang des Rescriptum mit Reg. 64 hat bereits Boretius, Capitularien, S. 165f., herausgestellt. Seine Datierung ins Jahr 855 scheitert nicht nur an der Anrede Ludwigs: domino gloriosissimo regi Hludowico, sondern auch an der Erwähnung des Patriarchen Andreas von Aquileia, da schon im Herbst 850 (Reg. 72) sein Nachfolger Theodemar bezeugt ist. Der von Krause, Capit. II, S. 79 vorgeschlagene Zeitraum 845-850 läßt sich wegen des Zusammenhangs mit Reg. 72 auf die Zeitspanne 849/50 eingrenzen; vgl. Reg. 64. Auch die Nennung des Erzkapellans Josef von Ivrea spricht für diese Spätdatierung. - Zum Inhalt der einzelnen Capitula und zu ihren Vorlagen s. Hartmann, Conc. III, a.a.O.; Hartmann, Il vescovo come giudice, S. 331; Hartmann, Synoden, S. 240-242.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 65, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0850-00-00_2_0_1_3_1_4275_65
(Abgerufen am 25.01.2017).