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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Die Königsvasallen Heriprand und Cunipert (Cuniperto vassus domni imperatoris; Heriprando et Cuniperto vassis regalis) wirken in der curtis ducalis in einem von Herzog Adalbert (I. von Tuszien) und Bischof Ambrosius von Lucca geleiteten Placitum mit, in dem der Streit zwischen der Taufkirche S. Giulia im Ort Controne (Pieve di Controne, Com. Bagni di Lucca, Prov. Lucca) und einigen Privatleuten in mehreren Gerichtssitzungen zugunsten von S. Giulia entschieden wird. - Petrus der. not. - a. Lo. 25, Ind. 10.

Überlieferung/Literatur

Placitum, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. 51 S. 169-173, bes. S. 169 Z. 6, 171 Z. 22-23. - Reg.: Hübner, Nr. 742.

Kommentar

Die Regierungsjahre Lothars sind mit dem Epochenjahr 822 (Ankunft in Italien) berechnet; vgl. Schieffer, DD Lo.I., S. 45. - Die curtis ducalis lag westlich der Stadt vor der porta s. Donati: Keller, Gerichtsort, S. 7 Anm. 14. - Zur Zusammensetzung des Gerichts vgl. Keller, a.a.O., S. 7, 9, 16ff. Die beiden Königsvasallen haben auch 844 und 851 in Lucca mit Bischof Ambrosius zusammengewirkt; vgl. Regg. 19 u. 81; s. noch Reg. 165. - Adalbert I. von Tuszien (846-884) wird schon in der Aufgebotsliste der in der Francia tagenden Synode als einer der Anführer des Heeres genannt, das gegen die Sarazenen ziehen sollte (Reg. 46); vgl. zu ihm Hofmeister, Markgrafen, S. 333ff.; Falce, Formazione, S. 90ff. u.ö.; Keller, La marca di Tuscia, S. 128f. Zum Notar Petrus s. schon Reg. 19.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 47, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0847-06-25_1_0_1_3_1_4257_47
(Abgerufen am 24.07.2017).