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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Ludwig wird am Sonntag nach seiner Ankunft in Rom von Papst Sergius (II.) zum König der Langobarden (rex Langobardorum: Vita Sergii) gesalbt, gekrönt und mit dem Königsschwert gegürtet.

Überlieferung/Literatur

Vita Sergii II., ed. Duchesne II, S. 89 (XIII); Ann. Bertin. a. 844, ed. Grat, S. 46. Von einer Kaiserkrönung sprechen fälschlich Ado v. Vienne, ed. Pertz, SS II, S. 322, sowie mehrere jüngere Quellen: Hugo v. Flavigny, ed. Pertz, SS VIII, S. 353; Chron. s. Benigni Div., edd. Bougaud/Garnier, S. 94; Chron. Casaur., ed. Muratori, Rer. Ital. SS II/2, Sp. 777 (= fol. 9r des Faksimiledrucks). Vgl. auch noch Pseudo-Liutprand c.104, PL 129, Sp. 1244D; Andreas Dandulus VIII, 4, ed. Pastorello, S. 152 (rex Ytalie unctus est). Von der Vita Sergii ist abhängig Chron. Farf., ed. Balzani II, S. 242 (Ludwig wird hier versehentlich Hlotharius rex genannt); vgl. auch Vincenz von Beauvais, Speculum hist. 24, 37, S. 975. - Regg.: J-E S. 327; M2 1115a u. 1177d.

Kommentar

Eine vergleichbare Krönung eines fränkischen Königssohns zum König der Langobarden hatte es schon 781 gegeben; vgl. Brühl, Festkrönungen, S. 280, 315ff., 322f. Zum Titel Ludwigs s. Brühl, Deutschland, S. 156. Daß der päpstliche Akt für das Königtum Ludwigs nicht konstitutiv war, zeigen die Datierungen mehrerer oberitalischer Chartae seit 840; vgl. Reg. 1. Die Vita Sergii selbst nennt Ludwig bereits vor der Krönung rex (Reg. 24). - Vgl. Hees, S. 36; Ohnsorge, Abendland u. Byzanz, S. 206f.; Ewig, Kirche im Abendland, S. 162. - Zur Schwertgürtung im Rahmen einer Krönungszeremonie, die auch sonst mehrfach bezeugt ist, vgl. noch Morrison, Two Kingdoms, S. 251 f.; Eichmann, Lombardischer Krönungsritus, S. 518; Hartmann III/1, S. 199; Leyser, Knighthood, S. 553. - Vgl. noch Kroener, S. 12f.; Henggeler, S. 29-32; Eiten, S. 145.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 27, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0844-06-15_1_0_1_3_1_4237_27
(Abgerufen am 24.07.2017).