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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,3,1

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Der Kapellan Ludwigs, der Diakon Benedikt (Benedictus diaconus et capellanus domni regis Hlodovuici, augusti Lotharii filius) nimmt an einem von dem Missus Kaiser Lothars, dem Grafen Adalgisus (I. von Parma) geleiteten Placitum teil, in dem eine Schenkung Karls d. Gr. an die Bischofskirche von Cremona ( Lechner, Nr. 107) durch Zeugenbefragung für rechtens erklärt wird. - Ingeprandus diac. ex iussione missi et comitis Adelgisi. - a. Lo. 22, a. Lu. 2, Ind. 4.

Überlieferung/Literatur

Placitum, ed. Manaresi, Placiti I, Nr. VII S. 576-581, bes. S. 578 Z. 8f. u. S. 580 Z. 14f. (mit der Unterschrift des Benedikt). - Reg.: Hübner, Nr. 733.

Kommentar

Ludwig dürfte sich im März 841 wenn nicht in Cremona, so doch zumindest in Oberitalien aufgehalten haben, wie bereits Eiten, S. 140, vermutet hat. - Zur Nennung seines zweiten Regierungsjahrs bereits im März 841 vgl. Reg. 1. - Der Kapellan Benedikt war ein Neffe des Bischofs Panchoard von Cremona und Kleriker an der Kathedrale von Cremona, wie aus dem genannten Placitum weiter hervorgeht; vgl. Magni, Ricerche, S. 248. Er wurde 850/51 Nachfolger seines Oheims; vgl. D Lu.II M2 1181 (Reg. 75); Savio, Vescovi II/2, S. 21f; Fischer, Adel u. Kirche, S. 69; Fleckenstein I, S. 127, 141 Anm. 185. - Graf Adalgisus I., der der Familie der Supponiden zugerechnet wird und vielleicht der Vater der Kaiserin Angilberga war, läßt sich bis 853 mehrfach in der Umgebung Ludwigs nachweisen; vgl. Pivano, Il comitato di Parma, S. 5ff.; Pivano, Le famiglie comitali, S. 502-504; Hlawitschka, Franken, S. 110f., 306-309. Zu seinem Vorkommen im Memorialbuch von S. Salvatore in Brescia vgl. Becher, S. Salvatore, S. 353. Vgl. auch das folgende Reg.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,3,1 n. 4, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-03-22_1_0_1_3_1_4213_4
(Abgerufen am 26.07.2017).