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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl passiert die Nähe des Klosters Ferrières (?), dessen Abt Lupus sich seinem Gefolge anschließt.

Überlieferung/Literatur

Lupus, Epp., ed. Dümmler, Nr. 55 S. 58; ed. Levillain, Nr. 58 S. 226.

Kommentar

Die Vermutung Levillains (De quelques lettres, S. 203, 207), daß Karl auf seinem Weg von Saint-Benoît-sur-Loire nach Roucy die von Orléans nach Sens führende römische Straße nutzte, die 6 km nördlich Ferrières verläuft, kann große Wahrscheinlichkeit, aber keine Sicherheit beanspruchen; das gleiche gilt für seine weitere Vermutung, Lupus habe sich bei dieser Gelegenheit dem Gefolge Karls angeschlossen: Levillain muß dazu annehmen, daß die Angabe in Lupus' Brief, er habe pridie kalendarum decembrium den Hof erreicht, ein Transkriptionsfehler für richtig pridie kalendarum [nov]embrium ist (De quelques lettres, S. 203). Zu einer Ankunft im Gefolge am 31. 10. paßt dagegen gut die Mitteilung, die Lupus in einem Schreiben vom Februar 847 an Abt Markward von Prüm macht, er sei seit vier Monaten am Hofe Karls (Ep. 60). Der Grund dieses langen Verweilens ist im Anliegen des Lupus zu sehen, die Zelle Saint-Josse für sein Kloster Ferrières zurückzuerlangen, wie Lupus im späteren Schreiben an Markward andeutet (...Silvacum quo me monasterii necessitas traxerat; Ep. 58); vgl. auch das folgende Regest. -- Zur römischen Straße von Orléans nach Sens vgl. Longnon, Atlas, Planche II; vgl. noch Lot, Actum et Datum, S. 22 (610) Anm. 3.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 536, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0846-10-31_1_0_1_2_1_536_536
(Abgerufen am 20.01.2017).