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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl verhandelt mit Abgesandten der Normannen über einen Abzug gegen Tributzahlung.

Überlieferung/Literatur

Translatio sancti Germani, c. 20, ed. Smedt, S. 84 Z. 32-35, ed. Waitz, S. 14 Z. 41-44; Hildegarius, Vita Faronis, ed. Krusch, S. 200 Z. 15-17; Aimoin, De miraculis sancti Germani I, c. 10, Migne PL 126, Sp. 1034 C.

Kommentar

Der Autor der Translatio betont die Aufnahme der Verhandlungen nur wenige Tage (paucis diebus) nach dem Eindringen der Normannen in Saint-Germain-des-Prés, erwähnt jedoch keine Geldzahlungen. -- Die Translatio und Aimoin stimmen darin überein, daß die Initiative zu Verhandlungen von den Normannen ausging, die Gesandte zu Karl schickten; diese Darstellung wird von Joranson, The Danegeld, S. 30f., für glaubwürdig gehalten, während Vogel, Die Normannen, S. 110, und Lot / Halphen, S. 133, sie ablehnen und annehmen, Karl habe die Verhandlungen aufgenommen. Aimoin betont (über die Translatio hinausgehend), daß die Großen Karls, von denen einige bestochen worden seien, die Tributzahlungen befürworteten, während er selbst sie ablehnte (rege quidem nolente); auch Hildegarius' Vita Faronis läßt auf Initiative der fränkischen Großen schließen (Franci ... consilium inierunt). Vgl. zur Sache Dümmler, Geschichte I, S. 283; Vogel, Die Normannen, S. 110; Lot / Halphen, S. 138; Joranson, The Danegeld, S. 30-34; Krah, Zeitgeschichtliche Aussagen, S. 117f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 475, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0845-03-29_2_0_1_2_1_475_475
(Abgerufen am 26.09.2016).