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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl gewährt der Bischofskirche zu Barcelona Immunität.

Überlieferung/Literatur

Deperditum?, erwähnt in D Lu. II. 17. -- D Ka. II. 447.

Kommentar

Über das Vorliegen einer eigenen Immunitätsverleihung an Barcelona durch Karl besteht Uneinigkeit zwischen Tessier und Abadal. Die Urkunde Ludwigs II. d. St. von 878 September 9 erwähnt zwar die Immunitätsgewährung durch Karl, aber nicht ausdrücklich eine Urkunde (... sedem Barchinonensem sub immunitatis nostre tuitione susciperemus, sicut dompnum genitorem nostrum Karolum imperatorem constat fecisse). Nähere Anhaltspunkte für eine Datierung fehlen; Tessier vermutet die Ausstellung während der Belagerung von Toulouse, als Karl für andere Bischofssitze der Region urkundete (D 33 für Toulouse, D 47 für Girona, DD 48, 49 für Narbonne), eventuell am 11. oder 12. Juni (vgl. DD 46, 47, 48). Bei Karls Schenkung für die Bischofskirche von Barcelona unter Bischof Frodoin (D 244) handelt es sich ebenfalls um ein Deperditum (erwähnt in D 245), das jedoch genauer zu datieren ist als das vorliegende (860 Oktober -- 862 August 19). Dagegen geht Abadal, Catalunya carolíngia II/1, S. 65-67, von nur einer einzigen Urkunde aus, in der Karl Immunität verlieh und die Schenkungen tätigte, die dann auf die Zeit 860-862 zu datieren wäre; Bautier, Vorbemerkung zu D Lu. II. 7, nimmt nicht Stellung. Zur Problematik von D Lu. II. 17 vgl. zudem ebd. -- Zu Barcelona siehe Reg. 426.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 437, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0844-05-00_7_0_1_2_1_437_437
(Abgerufen am 06.12.2016).