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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl empfängt eine in Saint-Martin zu Tours hergestellte, ihm gewidmete Handschrift des Werks De institutione arithmetica des Boethius.

Überlieferung/Literatur

Bamberg, Staatsbibliothek, Msc. Class. 5. -- Widmungsgedicht: ed. Strecker (MGH Poetae IV), Nr. III S. 1076f.

Kommentar

Dem Widmungsgedicht ist zu entnehmen, daß die Handschrift für einen nicht näher bezeichneten Kaiser (Caesar) bestimmt war, der „den unbesiegbaren Namen seines Großvaters trug“ (invicto pollens nomine Caesar avi, V. 2), was nur auf Karl zutreffen kann. Die Handschrift ist nach Köhler, Die Schule von Tours, Textbd. I, S. 235f., 255f., in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Vivian-Bibel (Reg. 514) in Tours entstanden; vielleicht wurde sie Karl zum selben Zeitpunkt wie diese überreicht; vgl. auch McKitterick, Charles the Bald and his library, S. 31f. -- Zu der wohl über Gerbert von Aurillac an Otto III. und damit in das Ostfrankenreich gelangten, heute in Bamberg liegenden Handschrift vgl. Köhler, Die Schule von Tours, Textbd. I, S. 235f., 255f. 401f.; Textbd. II, S. 65-71, 331f.; Bierbrauer, in: Kunst und Kultur der Karolingerzeit II, S. 724-727; Suckale-Redlefsen, in: Kaiser Heinrich II., Nr. 109 S. 264f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 515, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0843-12-00_1_0_1_2_1_515_515
(Abgerufen am 27.05.2017).