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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl überträgt Graf Robert (Rotbert) (dem Tapferen) zum Kirchengut des Bistums Reims gehörende Besitzungen zu Lehen.

Überlieferung/Literatur

Deperditum?; erwähnt in D Ka. II. 75.

Kommentar

Zur Vergabe von Reimser Kirchengut an verdiente Getreue Karls und zur zeitlichen Einordnung siehe Reg. 372. Nelson, Charles the Bald, S. 131, setzt die Belehnung Roberts wie die Odos (Reg. 374) eher zu Ende 842 / Anfang 843 an. -- Zur Identität des Grafen Robert (ca. 820-866) umfassend Werner, Untersuchungen, (1959): Aus der Familie der Rupertiner (Robertiner) stammend, war er unter Aufgabe seiner mittelrheinischen Grafschaften nach etwa 836/837 in das Westfrankenreich gezogen, hatte vielleicht schon seit 840 an den Bruderkriegen teilgenommen (Werner, Kienast) und fand in einer Adalhard (dem Seneschall) und der Königin Ermentrud nahestehenden politischen Gruppe Aufnahme und Unterstützung, der die ebenfalls mit Reimser Kirchengut belehnten Richwin, Odo, Altmarus und Pardulus (Regg. 372, 374, 380, 376) angehörten (Werner, besonders S. 153-162). Zu Robert vgl. (nach den grundlegenden Arbeiten Kalckstein, Robert der Tapfere; Glöckner, Lorsch und Lothringen) maßgeblich Werner, a.a.O.; Kienast, Die fränkische Vasallität, S. 333-336; Werner, Les Robertiens, S. 18f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 378, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0843-08-00_9_0_1_2_1_378_378
(Abgerufen am 01.10.2016).