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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl überträgt Pardulus zum Kirchengut des Bistums Reims gehörende Besitzungen zu Lehen.

Überlieferung/Literatur

Deperditum?; erwähnt in D Ka. II. 75.

Kommentar

Zur Vergabe des Reimser Kirchenguts an verdiente Getreue Karls und zur zeitlichen Einordnung siehe Reg. 372. -- Bei dem im Text von D 75 nicht näher gekennzeichneten Pardulus handelt es sich nach den Forschungen von Werner um den späteren Bischof von Laon (847-856), der zunächst vicedominus der Reimser Kirche war, später rector der Abei Montier-en-Der (DD 191, 192), seine Erhebung zum Bischof vielleicht der Königin Ermentrud verdankte und zwischen 857 Februar 5 (D 192) und 858 März 21 verstorben sein muß; vgl. zu ihm Werner, Untersuchungen (1959), S. 156-159; Kaiser, Bischofsherrschaft, S. 409, 583 Anm. 283; Kienast, Die fränkische Vasallität, S. 369 Anm. 1285. Er bildete mit den ebenfalls belehnten Richwin, Odo, Robert und Altmarus (Regg. 372, 374, 378, 380) eine eng zusammengehörende, politisch einflußreiche Gruppe; vgl. dazu Werner, a.a.O., besonders S. 153-162.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 376, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0843-08-00_7_0_1_2_1_376_376
(Abgerufen am 10.12.2016).