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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl bestätigt dem Kloster Saint-Genou (Stradensis coenobium) auf Bitten des dortigen Abtes Dodo gemäß der vorgelegten Urkunde seines Bruders Pippin (I. von Aquitanien) (Dep.) Schutz und Immunität, verzichtet auf die dem Fiskus zustehenden Abgaben und gewährt das Recht der freien Abtswahl. -- Gebetswunsch pro sui suorumque salute statuque reipublicae suae. -- a. r. 4.

Überlieferung/Literatur

Deperditum, erwähnt in den Miracula S. Genulfi, ed. Holder-Egger, S. 1208f. -- D Ka. II. 51.

Kommentar

Das Deperditum ist nur durch die Nennung des Regierungsjahrs zu datieren und wird mangels anderer Anhaltspunkte von Tessier und auch hier zum letztmöglichen Datum eingeordnet; der Ausstellort ist unbekannt. Der Autor des um die Mitte des 11. Jh. verfaßten Textes, ein Mönch des Klosters Saint-Genou, konnte sich wohl auf das Archiv seines Klosters stützen, da in zahlreichen Wendungen noch das Formular der Königsurkunde durchscheint; vgl. zur Quelle auch Holder-Egger, Vorrede, S. 1204. Die ebenfalls verlorene Vorurkunde Pippins I. von Aquitanien (D P. I. 16) bestätigte die Gründung des Klosters und gewährte Immunität. -- Zum Kloster Saint-Genou, dép. Indre, arr. Châteauroux, con Buzançais, vgl. Cottineau, Répertoire I, Sp. 1077; zum Patron Genulfus und zum Kloster Gazeau, in: DHGE XX (1984), Sp. 525f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 432, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0843-06-20_1_0_1_2_1_432_432
(Abgerufen am 10.12.2016).