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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl begeht das Weihnachtsfest in Saint-Quentin.

Überlieferung/Literatur

Nithard IV, c. 6, ed. Lauer, S. 142; Ann. Bertiniani, ad a. 842, ed. Grat, S. 43.

Kommentar

Von Quierzy aus, wo Karl am 24. Dezember urkundete (Reg. 344), muß er noch am 24. oder aber am Weihnachtstag selbst in das 38 km entfernte Saint-Quentin gezogen sein; zu Saint-Quentin siehe Reg. 249. Abt des Klosters war Karls Onkel Hugo, der seit Sommer / Herbst 841 wieder auf seiner Seite war; siehe zu ihm Reg. 117, zuletzt Reg. 252. Vielleicht bestätigte Karl bei diesem Aufenthalt dem Kloster Saint-Bertin, dem Hugo ebenfalls als Abt vorstand, die Immunität (D 48bis, Reg. 346). -- Die in älteren Editionen der Ann. Bertiniani enthaltene Wendung et apparitionis festum, mithin die Information, Karl habe außer dem Weihnachtsfest auch Epiphanias in Saint-Quentin verbracht, ist Zutat des ersten Editors, François Duchesne (1641), die von späteren Herausgebern nachgedruckt wurde, sich in den Hss. aber nicht findet; dazu Ann. Bertiniani, ad a. 842, ed. Grat, S. 43 Anm. m, und bereits Ann. Bertiniani, ed. Waitz (MGH SS rer. Germ. 5), S. 29 Anm. e. -- Vgl. Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 52; Lot / Halphen, S. 61; Brühl, Fodrum, S. 44 Anm. 163.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 345, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0842-12-25_1_0_1_2_1_345_345
(Abgerufen am 26.09.2016).