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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl schickt eine Gesandtschaft an Lothar (I.), in der er ihm vorwirft, sich entgegen den Verabredungen in Diedenhofen aufzuhalten, und ihm aus Sorge um die 80 als Unterhändler ausgewählten vornehmen Männer, deren Verlust ihm und seinem Bruder (Ludwig d. Dt.) größten Schaden zufügen würde, unterschiedliche Vorschläge zum weiteren Verfahren unterbreitet: (1.) Bei Fortführung der Verhandlungen in Metz soll er Geiseln zur Sicherheit der Unterhändler Karls und Ludwigs zu stellen; (2.) er soll seine eigenen Unterhändler nach Worms schicken, wo Karl und Ludwig ihrerseits Geiseln stellen würden; (3.) für die Zeit der Verhandlungen sollen die Brüder einen gleich weit von Metz entfernten Aufenthaltsort wählen; (4.) oder aber, wenn er all dies ablehne, die Gesandten sollen sich an einem ihm genehmen Ort in der Mitte treffen.

Überlieferung/Literatur

Nithard IV, c. 4, ed. Lauer, S. 134. -- Vgl. BM2 1093b.

Kommentar

Vgl. Dümmler, Geschichte I, S. 186; Lot / Halphen, S. 58; Nelson, Charles the Bald, S. 126; Dies., The search for peace, S. 109; Krah, Die Entstehung, S. 165.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 333, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0842-09-30_2_0_1_2_1_333_333
(Abgerufen am 28.09.2016).