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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl überträgt (concedimus) seinem Getreuen Roclinus (fidelis noster Roclinus) aus Königsgut (res iuris nostri) 22 Mansen in der Grafschaft Avallon in der Villa Dornecy (in comitatu Avalense, in villa nuncupata Dornetiaco) mit allen Pertinenzien, ohne Kirche, zu freiem Eigen (ad proprium). -- Deormarus not. ad vicem Hludovici. -- M (aus Kopie). -- a. r. 3, Ind. 5. -- „Regalis celsitudinis“ .

Originaldatierung:
(Prid. Kal. Sept., Castellione super)

Überlieferung/Literatur

Kopie: Florenz, Bibl. Nazionale Medicea Laurenziana, Cod. Plutei XIV / 21, Chartular von Vézelay, 12. Jh., fol. 170r-170v (olim S. 21-22) (C). -- Faks. von C: Recueil de fac-similés de chartes et manuscrits à l'usage de l'École des Chartes, Nouvelle série, Nr. 255. -- Drucke: Bandini, Catalogus I, Nr. 14 Sp. 139; D Ka. II. 11.

Kommentar

Von Agen an der Garonne, wo er am 23. August bezeugt ist (D 10), war Karl in nordwestlicher Richtung zum gut 100 km entfernt am rechten Ufer der Dordogne gelegenen Ort Castillon-la-Bataille, dép. Gironde, arr. Libourne, gezogen. -- Der Urkundentext von D 11 wurde wie bereits der von D 10 einschließlich Arenga (Hausmann / Gawlik, Nr. 2195) in Anlehnung an Form. imp. Nr. 27 stilisiert. Der rekognoszierende Notar Deormarus ist als Notar Karls nur in sechs zwischen Mitte 842 und Mitte 844 ausgestellten Urkunden (DD 11, 28, 36, 40, 46, 47) nachweisbar, von denen nur eine (D 28) im Original erhalten ist; vgl. zu ihm Tessier III, Introduction, S. 59f.; Worm, Karolingische Rekognitionszeichen I, S. 96f. -- Der Empfänger Roclinus stammte ebenso wie der Empfänger der vorhergehenden Urkunde D 10 wohl aus Burgund, da der ihm übertragene Besitz in Dornecy (dép. Nièvre, arr. und con Clamecy) in Burgund liegt. Daß die Urkunde in einem Chartular des 12. Jh. von Vézelay überliefert ist, spricht dafür, daß der Besitz zu einem unbekannten Zeitpunkt zwischen 842 und dem 12. Jh. an die nahegelegene Kirche von Vézelay gelangte. -- Vgl. auch Lot / Halphen, S. 57 m. Anm. 5; Kienast, Die fränkische Vasallität, S. 404 m. Anm. 1411.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 329, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0842-08-31_1_0_1_2_1_329_329
(Abgerufen am 28.09.2016).