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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl schlägt bei seinem Zug durch Aquitanien Pippin (II. von Aquitanien) in die Flucht (in Aquitaniam Pippinum fugavit), kann darüber hinaus jedoch, da Pippin sich ihm entzieht, nichts Wichtiges erreichen, während es Graf Egfrid von Toulouse gelingt, einige Anhänger Pippins, die zu einem Anschlag auf ihn ausgesandt sind, gefangenzunehmen und andere zu töten.

Überlieferung/Literatur

Nithard IV, c. 4, ed. Lauer, S. 132; Ann. Bertiniani, ad a. 842, ed. Grat, S. 42; Ann. Xantenses, ad a. 842, ed. Simson, S. 13.

Kommentar

Itinerar und Aktionen Karls in den Monaten zwischen dem Frieden von Ansilla und dem erneuten Treffen der Brüder Anfang Oktober sind durch die knappen Angaben der Historiographen und die beiden in Aquitanien ausgestellten DD 10, 11 nur in Umrissen bekannt. Die Quellen berichten übereinstimmend von einem Aufenthalt und von Kampfhandlungen in Aquitanien, die wenigen Einzelheiten finden sich nur bei Nithard. Sein Bericht ist aber nicht so zu verstehen, daß Karl Pippin II. nach Aquitanien zurückdrängte (so Rau in seiner Übersetzung Nithards, S. 455; Krah, Die Entstehung, S. 164), sondern daß er während seines Zuges durch Aquitanien den Rivalen in die Flucht schlug. Daher entbehrt auch die Folgerung von Krah, ebd., Pippin habe sich während der Friedensverhandlungen in Burgund aufgehalten, der Grundlage. -- Zum nur an dieser Stelle erwähnten Grafen Egfrid von Toulouse siehe Reg. 233. -- Vgl. noch Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 50; Dümmler, Geschichte I, S. 184; Lot / Halphen, S. 57; Auzias, S. 171 Anm. 49, 177f.; Nelson, Charles the Bald, S. 125f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 326, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0842-06-00_2_0_1_2_1_326_326
(Abgerufen am 10.12.2016).