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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl erhält, während er noch darüber nachdenkt, wie er die Hilfe Ludwigs (d. Dt.) erlangen kann, Nachricht, daß seine Schwester Hildegard einen seiner Getreuen namens Adelgar gefangengenommen hat und in der Stadt Laon festhalten läßt.

Überlieferung/Literatur

Nithard III, c. 4, ed. Lauer, S. 96. -- Vgl. BM2 1090c.

Kommentar

Aus den folgenden Ereignissen geht hervor, daß Karl die Nachricht nach Lothars Abzug (Reg. 260) erhalten haben muß. -- Hildegard, Tochter Ludwigs d. Fr. und Irmingards und also Halbschwester Karls, war vielleicht Äbtissin von Notre-Dame zu Laon und entweder mit Gerhard von Auvergne oder mit Rather von Limoges, die wohl beide in der Schlacht von Fontenoy gefallen waren, verheiratet; zu ihr Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 102 Anm. 188; Lauer, a.a.O., Anm. 2; Werner, Die Nachkommen, S. 447 Nr. 13; Konecny, Die Frauen, S. 96, Schieffer, Karolingische Töchter, S. 128f.; vgl. aber Nelson, Public histories, S. 270 Anm. 78, S. 290 Nr. 4. -- Zu Adelgar (Adalgar) siehe Reg. 108, zu Laon Reg. 263; Krah, Die Entstehung, S. 125f., vermutet, er sei durch Karl von Saint-Cloud aus als Gesandter zu Ludwig d. Dt. geschickt und unterwegs von Hildegard abgefangen worden. -- Vgl. Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 36; Dümmler, Geschichte I, S. 169; Lot / Halphen, S. 45; Nelson, Public histories, S. 270.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 261, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-10-20_1_0_1_2_1_261_261
(Abgerufen am 03.12.2016).