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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl kann einen Bündnisschluß (foedus) mit Pippin (II. von Aquitanien) nicht erreichen, da dieser sich vor ihm zurückzieht; zwar kommt Bernhard (von Septimanien) zu ihm (Karl), huldigt ihm jedoch nicht, und lediglich einige Anhänger Pippins wechseln auf Karls Seite.

Überlieferung/Literatur

Nithard III, c. 2, ed. Lauer, S. 84; vgl. Ann. Bertiniani, ad a. 841, ed. Grat, S. 39.

Kommentar

Aufenthaltsorte Karls in Aquitanien nennen die Quellen nicht; die Forschung (Lot / Halphen, S. 40; Krah, Die Entstehung, S. 118) vermutet einen Zug über Tours nach Maine (Regg. 235f.). -- Nithard zufolge war Pippins Rückzug eine Reaktion auf die Nachricht, daß die Truppen Karls sich zerstreut hatten (Reg. 228); sein Kommentar (et hoc tantum prefata expeditio Karolo profuit, S. 84) zeigt, daß er den Aquitanienzug für gescheitert hält; etwas zurückhaltender ist die Formulierung der Ann. Bertiniani, Karolus dispositis quantum oportunitas rerum siuit. Zu Bernhards Verhalten nach der Schlacht von Fontenoy vgl. Reg. 221. -- Vgl. Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 31; Lot / Halphen, S. 39; Auzias, S. 170f.; Krah, Die Entstehung, S. 118.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 232, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-07-00_3_0_1_2_1_232_232
(Abgerufen am 02.12.2016).