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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl und Lothar (I.) tauschen, während sie wiederholt Lager aufschlagen und wieder abbrechen lassen, mehrmals Gesandte aus, ohne jedoch zu Ergebnissen zu gelangen (nihil proficui deliberare possent).

Überlieferung/Literatur

Nithard II, c. 9, ed. Lauer, S. 66; Ann. Fuldenses, ad a. 841, ed. Kurze, S. 32. -- Vgl. BM2 1084a.

Kommentar

Zum Ablauf der Ereignisse und zur Erläuterung von Karls Taktik vgl. Krah, Die Entstehung, S. 69f.: Karl habe sein Lager abbrechen und den Troß Ludwig d. Dt. und seinem Heer entgegenziehen lassen, sei selbst aber Lothar in vorgetäuschter Verhandlungsbereitschaft gegenübergetreten. Nach dem von vornherein geplanten Scheitern der Verhandlungen sei er schnell seinem Troß nachgezogen, Lothar aber habe zunächst eine Ruhepause von zwei Tagen einlegen müssen. Bei den weiteren, ähnlichen „Scheinmanövern“ Karls habe Lothar immer wieder Zeit zum Aufschlagen und Wiederabbrechen des Lagers verloren. So sei es Karl gelungen, Lothar auf Abstand zu halten, sich aber Ludwig weiterhin zu nähern. -- Vgl. Meyer von Knonau, Über Nithards vier Bücher, S. 25; Dümmler, Geschichte I, S. 152; Lot / Halphen, S. 28; Cram, S. 25ff.; Pietzcker, Die Schlacht, S. 326.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 200, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-05-00_6_0_1_2_1_200_200
(Abgerufen am 28.09.2016).