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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl veranlaßt angesichts der durch Bernhard (von Septimanien) gegenüber seinem Vater und jetzt gegenüber ihm selbst erwiesenen Irreführungen (seductiones) sowie in der Sorge, seiner anders nicht habhaft werden zu können, einen Überraschungsangriff auf ihn; Bernhard selbst, der den Angriff ahnt, entkommt zwar in letzter Minute (quanquam tarde praesensit, fugam iniit ac vix evasit), Karl läßt aber seine Anhänger töten, verwunden oder gefangennehmen (quosdam e suis stravit, quosdam saucios ac semivivos reliquit, quosdam vero inlesos cepit ac more captivorum custodiri praecepit) und erteilt Erlaubnis, ihre gesamte Habe zu plündern (suppellectilem autem universam diripere permisit).

Überlieferung/Literatur

Nithard II, c. 5, ed. Lauer, S. 50.

Kommentar

Nach Nithards Bericht sind die Ereignisse noch dem Aufenthalt Karls in Bourges (Regg. 139, 140) und der Zeit vor dem Aufbruch nach Le Mans (Reg. 145) zuzuordnen. Vgl. noch Lot / Halphen, S. 21; Auzias, S. 163; Nelson, Charles the Bald, S. 111; Krah, Absetzungsverfahren, S. 90f.; Dies., Die Entstehung, S. 60.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 141, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0841-01-00_2_0_1_2_1_141_141
(Abgerufen am 26.09.2016).