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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl überträgt dem in seinen Diensten stehenden Hinkmar das Kloster Saint-Germer-de-Fly (cella vel monasterio Flaviaco) auf Lebenszeit (donaverat et, ut in vita sua illud teneret, precepto confirmaverat).

Überlieferung/Literatur

Deperditum, erwähnt in einem verlorenen Brief Hinkmars an Karl: Flodoard, Historia III c. 18, ed. Stratmann, S. 256 Z. 9-22; Hinkmar von Reims, Briefe, ed. Perels, Nr. 29 S. 10. -- D Ka. II. 68bis (Tessier II, S. 516).

Kommentar

Hinkmars Brief erwähnt ausdrücklich ein preceptum Karls, dessen Terminus post quem der Beginn von Karls Regierung und dessen Terminus ante quem die Erhebung Hinkmars zum Bischof (dum in ipsius ante episcopatum moraretur servitio) ist. Hinkmar hatte im August 844 Güter im Pincerais erhalten (D 57, Reg. 442). Hinkmar, damals noch Mönch in Saint-Denis, hat Flodoard (ed. Stratmann, S. 191 Z.14) zufolge in königlichem, bischöflichem und im Auftrag seines Abts Ludwig die Leitung des Klosters übernommen; Abt wurde er nicht; vgl. Schrörs, Hinkmar, S. 26; Stratmann, a.a.O., S. 191 Anm. 27. Das etwa 25 km westlich Beauvais gelegene Kloster Saint-Germer-de-Fly, dép. Oise, arr. Beauvais, con La Coudray-Saint-Germer, versuchte Karl ihm später offenbar wieder zu entziehen (postea rex idem conabatur iniuste a iure ipsius auferre). -- Vgl. noch Oexle, Forschungen, S. 33 m. Anm. 89.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 479, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0840-06-20_12_0_1_2_1_479_479
(Abgerufen am 03.12.2016).