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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl befindet sich mit seiner Mutter im Gefolge Ludwigs (d. Fr.) (Clarum Montem una cum Karolo ac matre pater petit, Nithard), der mit seinem Heer drei Meilen entfernt von Clermont lagert und dort seine aquitanischen Anhänger empfängt (partem populi, quae illum praestolabatur, inibi benigne recepit, Nithard).

Überlieferung/Literatur

Nithard I, c. 8, ed. Lauer, S. 34; Astronomus, Vita Hludowici imp., c. 61, ed. Tremp, S. 538. -- Vgl. BM2 998b.

Kommentar

Der zeitliche Ansatz ergibt sich aus der Entfernung zwischen der Loire (Reg. 88) und Clermont, etwa 100-110 km, deren Überwindung etwa 3-4 Tage erforderte. -- Bei Clermont erschien nur ein Teil der Aquitanier, wie Nithard eigens betont, aber auch die anderen Quellen wenigstens andeuten (fideles suos sibi occurrentes benigne iuxta morem solitum suscepit, Astronomus); vgl. auch Ann. Bertiniani, ad a. 839, ed. Grat, S. 34. Ludwig d. Fr. beschloß nach dem Aufenthalt einen Feldzug zur Unterwerfung der nicht erschienenen Anhänger Pippins II. von Aquitanien. -- Zur Stadt Clermont (Clermont-Ferrand) in der Auvergne vgl. Kaiser, Bischofsherrschaft, S. 183-188; Fournier, in: LexMA II (1983), Sp. 2153-2157 (Lit.). -- Vgl. noch Simson, Jahrbücher II, S. 219; Nelson, Charles the Bald, S. 101.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 89, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0839-09-05_1_0_1_2_1_89_89
(Abgerufen am 29.09.2016).