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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl ist anwesend, während Ludwig (d. Fr.) und Lothar (I.) zu Verhandlungen über eine Reichsteilung zwischen Lothar und Karl zusammenkommen (concilium ineunt); geteilt werden soll das gesamte Reich mit Ausnahme Bayerns, das Ludwig (d. Dt.) erhält; für den Fall, daß Lothar die Abgrenzung der Teile bestimmt, wird eine Wahl zwischen den Teilen durch Karl vorgesehen (parcium electio Karoli erit, Nithard), im umgekehrten Fall aber, bei Teilung durch Ludwig (d. Fr.) und Karl (si autem nos illud diviserimus, Nithard), soll Lothar die Wahl zustehen.

Überlieferung/Literatur

Nithard I, c. 7, ed. Lauer, S. 30/32; Astronomus, Vita Hludowici imp., c. 60, ed. Tremp, S. 530. -- Vgl. BM2 993c.

Kommentar

Am Tag nach der offiziellen Versöhnung vom 30. Mai (Reg. 80) (die autem altera, Nithard) begannen die Verhandlungen über die Reichsteilung. Da eine Wahl Karls zwischen den Teilen vorgesehen wurde, muß er anwesend gewesen sein; darauf lassen auch die Berichte Nithards und des Astronomus schließen, die schildern, wie Ludwig d. Fr. seine Söhne Lothar und Karl ermahnte, einig zu sein. Dem Astronomus zufolge erinnerte Ludwig in diesem Zusammenhang auch an das Patenverhältnis zwischen den Brüdern (siehe Reg. 2). -- Vgl. noch Simson, Jahrbücher II, S. 206f.; Dümmler, Geschichte I, S. 132; Nelson, Charles the Bald, S. 100f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 81, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0839-05-31_1_0_1_2_1_81_81
(Abgerufen am 09.12.2016).