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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I,2,1

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Karl wird gemeinsam mit seinem Vater Ludwig (d. Fr.) durch seine drei älteren Brüdern gefangengenommen, von Judith getrennt und mit wenigen Begleitern in einem Zelt im Lager Lothars (I.) untergebracht (ipsum (i. e. Ludwig) vero Hlotharius ad sua cum Karolo admodum puero deduxit et cum paucissimis in papilione ad hoc deputato consistere fecit).

Überlieferung/Literatur

Astronomus, Vita Hludowici imp., c. 48, ed. Tremp, S. 478. -- Vgl. BM2 925d.

Kommentar

Zum Ort siehe Reg. 34. Vgl. zu den Vorgängen Simson, Jahrbücher II, S. 45-61, zur Gefangennahme bes. S. 53; Dümmler, Geschichte I, S. 80; Schlesinger, Karlingische Königswahlen, S. 211f.; Schieffer, Die Karolinger, S. 131f.; Fried, Der Weg in die Geschichte, S. 442. -- Karls ältere Brüder teilten das Reich neu unter sich auf; damit endete Karls Herrschaft in Alemannien, das von nun an zu Ludwigs (d. Dt.) Teilreich gehörte; vgl. Zotz, Ludwig der Fromme, S. 1492f. Im Herbst 833 urkundete Ludwig d. Dt. als Herrscher nicht mehr nur Bayerns, sondern des Ostfrankenreiches; vgl. Eiten, Das Unterkönigtum, S. 125f.; Kehr, Die Urkunden Ludwigs d. Dt., Einleitung, S. XIXf.; Zatschek, Die Reichsteilungen, S. 198-201; Wolfram, Lateinische Herrschertitel, S. 112f.; Ewig, Überlegungen, S. 247; Schieffer, Die Karolinger, S. 132; Kasten, Königssöhne, S. 192f.; Wolfram, Politische Theorie, S. 16f.

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Empfohlene Zitierweise

RI I,2,1 n. 35, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0833-06-30_1_0_1_2_1_35_35
(Abgerufen am 29.09.2016).