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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Fahrt dahin: item Chunradus venit in Alamanniam, Ann. Alam. Die veranlassung dieser fahrt war wol die gefangennahme des bischofs Salomon, welche die Ann. Alam. in unmittelbarem anschluss, aber ohne ursächliche verbindung berichten, sonst müsste man annehmen, Konrad sei bereits im frühiahr in Alamannien gewesen und dann nochmal dahin gekommen. Der groll Erchangers gegen Salomon (vgl. no 2088b und St. Galler Mittheil. 15,69 n. 242) war in offene fehde ausgebrochen, Erchanger hatte den bischof gefangen genommen: Erchanger hostili manu super episcopum Salomonem venit et eum comprehendit, Ann. Alam.; Salomon episcopus captus est, Ann. Sangall. mai., Cont. Regin. und Chr. Suev. un; Salomon, Constantiae ep. et abbas coenobii s. Galli, a quodam protervo captus et in custodiam missus est, Herimanni Aug. chr. 914 vgl. Syn. Altheim. c. 21 M. G. LL. 2,558. Ausführlicher und sagenhafter bericht über Salomons gefangenschaft in Ekkehard Casus s. Galli M. G. SS. 2, 86 (neue ausg. in St. Galler Mittheil. 15 c. 17 f.); nach der von Ekkehard verwerteten klostertradition wurde Salomon nach der burg Thietpoldispurch (zweifelhaft, Stälin vermutet die Schrotzburg im Hegau, schon Crusius und wieder neuere die Diepoldsburg bei der Teck, St. Galler Mittheil. 17,70 n. 243; 19,262 n. 173) gebracht, wo er bei Erchangers gemalin Berta ehrfurchtsvolle aufnahme gefunden haben soll. Die gefangennahme des abtbischofs erfolgte wol erst im sommer; 914 mai 23 vollzieht dieser noch persönlich einen tausch zu Elgg kanton Zürich, Wartmann UB: 2,375, ein beleg, dass auch in abwesenheit des kanzlers bei hof in dessen namen rekognoscirt wurde vgl. no 2031-2033 und St. Galler Mittheil. 15,75 no 262; wenn hier Meyer von Knonau noch annimmt, die notiz der Ann. Alam. spreche dafür 'die gewalttat Erchangers erst in die zeit der anwesenheit Konrads einzuordnen', so ist dies durchaus unwahrscheinlich, wenn auch auf Ekkehards bericht, M. G. SS. 2,87 (neue ausg. c. 20): Innotuit res Chuonrado in Frantia tunc posito kein gewicht zu legen ist

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 2094a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0914-00-00_1_0_1_1_0_4481_2094a
(Abgerufen am 04.12.2016).