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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Wahl des Franken Konrad (Chuonradus Francorum ex genere oriundus, Liutprand Antap. II, 17; Ch. Francigena successit, Ann. Ratisp. 912 M. G. SS. 17,583), da die königliche dynastie ausgestorben war (Ch. .. regali iam stirpe deficiente in regno successit, Cont. Regin. 911; deficiente nostris in partibus regio stemmate, Hermanni Aug. chr. 911 vgl. Widukind I, 16 M. G. SS. 3,425, Cr. r. Franc. ib. 214; in no 2073 nennt Konrad Ludwig IV consanguineus noster), durch die Franken, Sachsen, Alamannen und Baiern zum könig: a Francis et Saxonibus seu Alamannis et Bauguariis rex electus, Ann. Alam. 912 (cod. Modoet.); rex cunctis a populis ordinatur, Liutprand Antap. II, 17 (vgl. dazu Dümmler Ostfränk. Reich 2. A. 3, 575 n. 1). Eine Salbung erwähnen Widukind I, 16 (ungitur in regem) und Herimanni Aug. chr. 911 (rex electus et unctus). Die mehrzahl der annalen verzeichnet nur im anschluss an den tod Ludwigs IV Konrads erhebung (Ch. regnum accepit, Ann. Alam. [cod. Turic.]; in regem elevatur, Ann. Colon., s, Benigni Div.) oder nachfolge (successit, Lamberti Ann. 912, s. Bonifacii, s. Vinc. Mett., Lobb., Bland., Prag.; succedit in orientali Francia et meridiana, Ann. Leod.; nur Conr. rex, Ann. Corbei.), ausnahmsweise ist dazu auch die wahl erwähnt (in cuius locum Cuonratus eligitur, Ann. Ottenbur. 912). Die erzählung Widukinds I, 16, das ' ganze volk der Franken und Sachsen' habe, da könig Ludwig (er verwechselt Ludwig III und IV) ohne sohn gestorben war, Otto von Sachsen die krone angeboten, dieser aber dieselbe wegen seines alters abgelehnt und auf seinen rat sei Konrad zum könig gesalbt worden, penes Oddonem tamen summum semper et ubique fiebat imperium, erweckt berechtigte bedenken; eine zusammenstellung der kuriosen dinge, welche die neuere geschichtschreibung aus dieser erzählung gemacht und gefolgert hat, bei Waitz Jahrb. K. Heinrich I 3. A. 190 f. Thietmar I, 4 M. G. SS. 3,736 lässt Otto auch noch förmlich von 'allen reichsfürsten' zum könig gewählt werden. Über Konrads wahl auch Lindner Die deutschen Königswahlen 14. Konrads erste urk. datirt vom 10. nov.; das regierungsiahr hat nov. 3, 6 (no 2102, 2097, beide nur in k. überliefert) noch nicht umgesetzt, die urkundliche epoche fällt also nov. 7.-10; wahrscheinlich fand die wahl oder wenigstens die salbung am 10. nov. (sonntag) statt. Durch no 2071 wird es auch ausser zweifel gestellt, dass dieselbe in Forchheim stattfand. - Titel in der urk. überwiegend: Ch. divina favente clementia rex mit mancherlei varianten; epoche des a. reg. nov. 7-10; indiktion schwankend: schon umgesetzt sept. 25, nov. 10, no 2081,2071 beide or., noch nicht umgesetzt nov. 6,28, no 2097, 2083, beide k.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 2070e, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0911-11-00_1_0_1_1_0_4441_2070e
(Abgerufen am 30.09.2016).