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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Graf Konrad entsendet mit nicht unbedeutender macht seinen sohn Konrad nach Lothringen, um Gerhard und dessen bruder Matfrid anzugreifen, welche Konrads und seines bruders Gebebard lehen, die klöster St. Maximin und Oeren, gewaltsam an sich gerissen hatten; ein lothringisches heer schliesst sich Konrad an; die besitzungen Gerhards und Matfrids mit raub und feuer verwüstend gelangen sie bis in den Bliesgau; diese knüpfen unterhandlungen an, es wird ein waffenstillstand bis zur osteroktav (apr. 20) geschlossen und beschworen. Regino 906. Unterdes hatte der ältere Konrad mit einer bedeutenden streitmacht zu fuss und ross zu Fritzlar in Hessen stellung genommen, während sein bruder Gebehard mit der übrigen verfügbaren macht in der Wetterau stand, beide gerüstet einen neuen einfall des Babenbergers Adalbert abzuwehren; Adalbert ersieht den günstigen zeitpunkt, in dem die macht der Konradiner geteilt ist, wendet sich scheinbar gegen Gebehard und wirft sich dann plötzlich auf den überraschten Konrad; in dem sich entspinnenden kampf kehren das fussvolk des ersten, die Sachsen des zweiten treffens sogleich den rücken, Konrad selbst fällt an der spitze des dritten treffens beim angriff auf die feindlichen reihen (febr. 27); Adalbert verfolgt die fliehenden, eine 'unzählige menge', namentlich fussvolks, wird niedergehauen, die ganze gegend 3 tage lang vollständig verwüstet; dann erst kehrt Adalbert nach Babenberg heim. Konrads leiche wird in Weilburg bestattet. Ausführlicher bericht bei Regino 906, erwähnt Ann. necrol. Fuld. M. G. SS. 13,189 zu beginn des iahres 906, zu 906 Ann. Corb. (Jaffé Bibl. 1,34), Lob. (M. G. SS. 13,233), Herimanni Aug. Chr. vgl. Chr. Suev. un. (ib. 13,66), zu 905 Ann. Aug. (Jaffé Bibl. 3,704), Hildesh., zu 903 (vgl. no 1952a) Ann. Alam.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 2030a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0906-00-00_1_0_1_1_0_4382_2030a
(Abgerufen am 01.10.2016).