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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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schenkt Zuentipolch, einem vasallen seines lieben verwandten, des markgrafen Liutpold (vgl. no 1940), auf verwendung seiner getreuen, des grafen Sigihard und seiner ministerialen Reginbert und Isangrimm mit beirat der grossen und zustimmung Arbos 5 hufen im tal Oliupespurc (ietzt Kirchdorf s. Kremsmünster, Lamprecht Topogr. Matrikel des Landes o/d. Enns 67) in 3 orten in der grafschaft Arbos mit den fischereien in der Krems zu freiem eigen. Engilpero not. adv. Diotmari archicapp. *Angebl. or. Wien aus Gurk (A). Hormayr Arch. 2,217 = Boczek C. d. Morav. 1,70 = UB. des Landes o|d. Enns 2,51; Ankershofen Gesch. Kärntens I, 2c,99 und Jaksch M. hist. Carinthiae 1 (Die Gurker GQ.), 45 aus A. Die urk. ist nicht, wofür sie bisher galt, or., sondern ziemlich gelungene nachzeichnung einer vom schreiber von no 2015-17, 2027, 28 geschriebenen urk. (sein charakteristisches e in der signumzeile), missglückt ist die nachzeichnung des chrismons und des von et weggerückten rekognitionszeichens, in der signumzeile fehlt das ständige 'domni'; das siegel (brustbild en face mit dreizackiger krone, in der linken hand den reichsapfel mit umschrift in majuskel: Ludwicus imperator augustus, die beiden letzten worte gekürzt) ist unecht, es ist der typus der zweiten hälfte des 10. iahrh. (von der kaiserkrönung Ottos I bis Otto III). Gegenüber der andern fälschung für Zwentipolch no 1941 weist die schrift in no 2014 einzelne ähnlichkeit auf (auch hier gelegentlich geschlossenes a), scheint sich aber doch, wenn dies nicht genauere und geschicktere nachahmung der vorlage ist, älteren charakter zu wahren. Dies macht die urk. mindestens verdächtig. Die fassung ist formelrecht, auch sie stellt wie das Protokoll eine echte vorlage ausser zweifel. Wahrscheinlich liegt wie bei no 1941 nur eine interpolation vor. Der hier geschenkte besitz wird von Lothar III 1130 okt. 18, Jaksch l. c. 1,94, Stumpf 3253 (hier auch schon iüngere namensformen für die genannten orte), wie es heisst, or., bestätigt, derselben bestätigung, welche auch einen teil der grenzbeschreibung von no 1941 gibt. - Ausstellort wahrscheinlich Albern a|d. Donau unfern der Ennsmündung n. Haag Niederöst. (wol identisch mit Albarin in urk. Heinrichs II 1007 apr. 17 M. G. DD. 3,159) vgl. Topogr. von Niederösterreich 2b,29.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 2014, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0903-09-26_1_0_1_1_0_4361_2014
(Abgerufen am 10.12.2016).