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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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Erhebung zum könig von Lothringen. no 1857a. - Die namens form schwankt, in or. treten neben der form Zuentibulchus mit den varianten Zuentebulchus und Zuentibulcus die formen Zuentebolchus und Zuentiboldus (neben Zuenteboldus) auf; in der siegellegende: Zventiboldus und Zuenteboldus. Ebenso schwankend ist der titel: am häufigsten noch divina ordinante providentia und divina favente clementia rex, seltener die verwertung des wortes gratia. Datirung: inkarnationsiahr epoche 25. dez. (am 28. dez. bereits umgesetzt no 1972); indiktion schwankend, so 895 bereits erhöht okt. 28 no 1960 or., noch nicht umgesetzt nov. 11 no 1968 k., sogar nicht dez. 28 no 1972 or., bereits umgesetzt okt. 8, 16, nov. 13 no 1979-1981 k. Am verlässlichsten erweist sich der annus regni; die epoche fällt vor mai 30 (no 1956) und, da Arnolf 895 noch mai 14 zu Tribur, mai 25 bereits zu Worms urkundet (no 1908, 1909), mindestens einige tage nach mitte mai, also etwa 25.-30. mai; dazu stimmt, dass in urk. Zwentibolds das regierungsiahr mai 11 in no 1974 k. noch nicht erhöht ist, in or. no 1975 ist es mai 13 bereits umgesetzt. Eine Stabloer urk., Ritz Urk. und Abhandl. z. Gesch. des Niederrheins und der Niedermaas (Aachen 1824) 1,18, datirt a. II regnante Zuenteboldo rege Francorum, ein titel, für den sich sonst kein beleg findet. Über Zwentibolds kanzlei Sickel in Beitr. z. Dipl. VII Wiener SB. 93,695 und KU. in Abbild. text 200, Moritz Müller Die Kanzlei Zwentibolds, Königs von Lothringen (dissert.), Bonn 1892 (über die schreibung des namens Zwentibold 26, über die epoche 54). Unter den eigentümlichkeiten des formelwesens macht sich eine charakteristische individualisirung der arenga bemerkbar: in das gewöhnliche formelgewebe wird in 2 urk. von 897 der wunsch nach erweiterung des reichs (tanto .. regnum nobis celitus comissum latius diffundere .. confidimus, no 1969; nostrumque .. regnum dilatari et undique corroborari, no 1971 vgl. no 1980 von 898: ad aucmentum coelestis praesentisque regni) als lohn für verleihungen an kirchen eingefügt, 898 aber der gewöhnlichen formel sich nähernd nur mehr nach der stabilitas (no 1973, 1981) oder tranquillitas (no 1975), im besonderen fall (no 1978) der custodia munitioque regni nostri. - Zwentibold bestätigt durch unterfertigung folgende urk. no 1644 (für Stablo, hier vielleicht ebenso fraglich wie bei no 1296, 1956, 1968), no 1884 (für Toul).

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1955d, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0895-05-00_1_0_1_1_0_4261_1955d
(Abgerufen am 09.12.2016).