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RI I Karolinger 715-918 (926/962) - RI I

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(Foracheim curte r.) verleiht der kirche von Osnabrück, nachdem er auf die klage des bischofs Egilmar über die gewalttätigkeit der richter und die entziehung der zehnten durch den abt von Korvey, die äbtissin von Herford und deren gönner sich zuerst incompetent erklärt, dann den bischof und dessen gegner auf den reichstag vorgeladen hatte, laut der hier vor ihm und den fürsten verlesenen urkunde k. Karls und der privilegien der päpste Leo, Paschal, Eugen und Gregor immunität gleich den übrigen kirchen in Francien und Sachsen mit dem recht die unter die mönche von Korvey und die nonnen von Herford durch die verschwörung seiner vorfahren aufgeteilten zehnten wieder an sich zu nehmen und schenkt die kirchen in Boppard, Muffendorf, Düren, Kirchberg und Froitzheim. Aspertus canc. adv. Theotmari archicapp. Angebl. or. s. XI (von derselben hand und nach der gleichen schreibvorlage wie no 1829, 1830) im besitz des bischofs von Osnabrück (A), ch. s. XV im staatsarch. zu Osnabrück (B). Henseler Dissert. 115 ex or. = Sandhoff 2b,15 = Möser Osnabr. Gesch. 1b,17, Werke hg. von Abeken 8,16; Philippi Osnabrücker UB. 1,46 aus B; *facsim. von A. Jostes Die Osnabrücker Kaiser- und Königsurk. t. 7 mit textabdruck p. 11 (oktavausg. 35). Fälschung aus der zweiten hälfte des 11. iahrh. auf grundlage der fälschungen no 1830 und 1389; der beginn des textes stammt aus no 1830, die stelle über die vorlage der urk. Karls, die gründung des bistums Osnabrück und die einweihung der kirche durch den Lütticher bischof (Ibi in nostra presentia-decrevimus) aus no 1389 zum teil wieder übereinstimmend mit no 1830), die folgenden sätze 'Praecipientes-disponere' abermals aus no 1830: beide vorlagen sind aber erweitert: in die stelle aus no 1389 ist die erwähnung der privilegien der 4 päpste (gemeint sind Leo III, Paschal I, Engen II, Gregor IV 795-844), welche dann wieder von der urk. Heinrichs IV von 1077 dez. 30, Philippi 1,53, Jostes no 21, Stumpf 2808 aufgenommen wird, eingeschaltet, in iene aus no 1830 die genehmigung der zehnten in suam episcopalem potestatem recipere nemine contradicente. Das weitere über das sträuben des königs, die einberufung der 'fürsten' (die 'principes' figuriren auch in no 1389) ist zutat des fälschers. Neu ist die angebliche schenkung der 5 rheinischen kirchen; 4 derselben wurden nachweislich in der zeit von 912-941 an andre geistliche stiftungen vergabt, Forst in der Westdeutschen Zeitschr. 19,174, der allerdings diese fälschung 991-993 ansetzt. no 1841 ist mit dem echten gemmensiegel Arnolfs ausgestattet, das nur an 2 urk. aus der ersten zeit Arnolfs (no 1766 von 887 nov. 27 und no 1769 von 888 ian. 1) erhalten ist; dadurch wird es wahrscheinlich, dass Osnabrück schon unmittelbar nach Arnolfs regierungsantritt eine urk. empfieng; 887 dez. 11 urkundet Arnolf auch in Forchheim (no 1767), von demselben tag datirt auch die zehentfälschung für Korvey no 1768; damit wäre die möglichkeit gegeben, dass tagesdatum und ausstellort aus iener urk. stamme, während die iahresdaten no 1830 entnommen wurden. Nachweis der fälschung von Brandi Westdeutsche Zeitschr. 19,134 vgl. Erhard Reg. Westf. 1b,116 no 480, Wilmans Kaiserurk. 350,521.

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Empfohlene Zitierweise

RI I n. 1841, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0889-12-12_1_0_1_1_0_4057_1841
(Abgerufen am 01.10.2016).